Modul 1: Umwelt-Check

Der Umwelt-Check ist eine qualitative Ist-Analyse aller betrieblichen umweltbezogenen Aktivitäten und erfasst die Auswirkungen der Aktivitäten der Schule auf die Umwelt. Er überprüft und beurteilt folgende Sachgebiete:

 Kernthemen
· Energie- und Wassermanagement
· Beschaffung / Materialbewirtschaftung
· Entsorgungs- und Recyclingpraxis
· betriebliche Umweltorganisation (Zuständigkeiten, Controlling).
· Transport (Lieferungen, Verkehrsmittel der Schüler- und Lehrer/innen)

 Ergänzende Bereiche
· Ernährung
· Schulanlässe (Exkursionen, Lager, Feste...)
· Umgebungsgestaltung
· interne Kommunikation (z.B. Merkblätter, Beiträge in Schulzeitung)
· externe Kommunikation von Umweltthemen (z.B. Umweltbericht)
 

Das Ergebnis des Umwelt-Checks ist ein Massnahmenkatalog als Grundlage für die schrittweise Verbesserung der Situation bzw. für die Umsetzung.

Vorgehen: Die Schüler/innen arbeiten mit Interview-techniken. Sie werden bei der Vorbereitung (Interviewleitfaden und Anwendung von Checklisten) und bei der strukturierten Auswertung der Interviews unterstützt.

siehe Beispiel der Ergebnisse eines Umweltchecks:
Kantonsschule Freudenberg
Restaurant Stockwerk
 

Modul 2: Oekobilanz

Im Rahmen einer Oekobilanz werden die Stoff- und Energieflüsse der Schule quantitativ erhoben sowie ökologisch bewertet und beurteilt. Ziel ist es, mit einer fundierten Datenbasis - in Kombination mit dem Umwelt-Check - die Schwerpunkte für Ressourceneinsparungen zu definieren. Zudem ermöglicht die Oekobilanz den Datenvergleich in kommenden Jahren. Sie bildet somit das geeignete Instrument, die Wirkung bzw. den Erfolg der eingeleiteten Massnahmen künftig zu verfolgen und zu dokumentieren.

Vorgehen: Die Schüler/innen werten bestehendes Datenmaterial der Schule aus. Punktuell erheben sie neue Daten (z.B. Zusammensetzung des Abfalls, Temperaturverlauf eines Klassenzimmers). Auf dieser Grundlage wird eine vereinfachte Bilanz der Stoff- und Energieflüsse der Schule erstellt, die nach standardisierten Verfahren ökologisch bewertet wird. Anhand der Ergebnisse werden quantitative Ziele und Kennzahlen formuliert (Gruppenarbeit mit Coaching).
 

Modul 3: Entwicklung eines Umweltmanagementsystems

Ziel ist es, den Umweltschutz an der Schule organisatorisch zu verankern: Es wird unter Mitwirkung der beteiligten Akteure ein Umweltmanagementsystem entwickelt, welches Organisationsstrukturen, Zuständigkeiten, Abläufe und Mittel für die "Betreuung" aller Umweltaufgaben an der Schule definiert.

Vorgehen: Die Schüler/innen vergleichen die betriebliche Umweltorganisation von anderen Schulen und Unternehmen (Organigramm, Massnahmenkatalog) und führen Gespräche mit den Verantwortlichen in ihrer Schule. Sie stellen die Umweltmassnahmen, welche von anderen Gruppen erarbeitet wurden, zusammen und erarbeiten einen Vorschlag für Prioritäten und Zuständigkeiten bei der Umsetzung (Gruppenarbeit mit Coaching).
 

Modul 4: Kostenrechnung

Ziel ist es, die Kosteneinsparungen durch die geplanten Umweltmassnahmen abzuschätzen und eine sinnvolle Verteilung der eingesparten Mittel zu finden. Beispiel: Nach dem Hamburger Fifty-Fifty Modell wird die Hälfte der eingespar-ten Kosten an die beteiligte Schule rückerstattet.

Vorgehen: Die Schüler/innen vergleichen die Kostenrechnung von anderen Schulen (Auszüge aus Buchhaltung zu Abfall, Wasser, Energie) und führen Gespräche mit Personen aus Schulverwaltung und des Kantons durch. Sie berechnen die Kosten und Sparpotentiale von Umweltmassnahmen und schlagen auf der Grundlage von bestehenden Modellen vor, wie Einsparungen verteilt und eingesetzt werden sollen.
 

Modul 5: Information/Kommunikation der erzielten Ergebnisse

Die Bausteine auf dem Weg zur Entwicklung des Umweltmanagements werden intern wie auch extern regelmässig veröffentlicht. Nach Abschluss des Projektes wird ein "Umweltbericht" erarbeitet, der die wichtigsten Ergebnisse zu-sammenfasst. Das Projekt wird in vorhandene Schul-Netzwerke eingebunden.

Vorgehen: Die Schüler/innen analysieren Umweltberichte und Internetauftritte von verschiedenen Unternehmen und Schulen nach vorgegeben und eigenen Kriterien (Lernaufgabe). Je nach Projektstand und Zeit die zur Verfügung steht, erarbeiten sie Poster, Merkblätter, Internetseiten oder einen Umweltbericht über die Umweltsituation und die geplanten Massnahmen (Gruppenarbeit mit Feedback der Lehrperson und eines/r externen Expert/in).

zurück zu Umweltmanagement an Schulen